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RBO Instone Süd, Rotherburgsort — Hamburg

Projekt: 22-79 RBO
Standort: Rotherburgsort, 20539 Hamburg
BGF: 38.000 m²
Leistungen: Tragwerksplanung LP5 (Ausführungsplanung)
Bauherr: Instone Real Estate Development GmbH
Architekt: Schenk Fleischhaker Architekten
Tragwerksplaner: KFP Ingenieure GmbH
Bauunternehmen: Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG

RBO Instone Süd ist ein Wohnquartier mit 38.000 m² BGF im Hamburger Stadtteil Rotherburgsort, errichtet in Massivbauweise mit 11 Hauseingängen auf einer gemeinsamen Tiefgarage. Die Gebäude erreichen bis zu acht Obergeschosse. Die Gründung erfolgt über einen schiefwinkligen Balkenrost auf Bohrpfählen — ein Tiefgründungssystem, bei dem Pfahlraster und Balkenrost keinem einfachen rechtwinkligen Muster folgen, was die Lastableitung an jedem Pfahlkopf und jeder Balkenkreuzung geometrisch komplexer macht.

CN Europlan erbrachte die LP5-Ausführungsplanung für das Projekt. Bei 38.000 m² mit 11 Hauseingängen auf einem gemeinsamen Keller verschärfen sich zwei Faktoren: ein schiefwinkliger Balkenrost auf Pfählen, der sich standardisierter Detaillierung entzieht, und ein Höhenregime von bis zu acht Geschossen, das innerhalb des Komplexes variiert — wodurch die Lastpfade in die Gründung von Gebäude zu Gebäude erheblich unterschiedlich sind, obwohl sie sich einen Unterbau teilen.

Kernaussagen

  • Schiefwinkliger Balkenrost auf Bohrpfählen: Ein nicht-rechtwinkliges Pfahl- und Balkenraster bedeutet, dass standardisierte rechtwinklige Gründungsdetails nicht direkt anwendbar sind — jede Geometrie einer Balken-Pfahl-Kreuzung muss individuell in der Planung aufgelöst werden.
  • Elf Hauseingänge, variable Gebäudehöhen, ein Keller: Bis zu acht Geschosse in einigen Gebäuden und weniger in anderen bedeuten, dass die gemeinsame Gründung ungleichmäßige Lasten aufnehmen muss — die LP5 muss diese Variation über den gesamten gemeinsamen Unterbau verfolgen, statt von einer einheitlichen Belastung auszugehen.
  • Großflächige gemeinsame Tiefgarage: Ein einziger Keller unter 11 Hauseingängen erfordert, dass Abdichtung und Tragwerkskontinuität als ein System über die gesamten 38.000 m² gemanagt werden.