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Erweiterung und strukturelle Ertüchtigung eines Schulgebäudes — Berlin
Building — Berlin

Projekt: 21-52 STILL100

Standort: Berlin, Stillerzeile 100

BGF: 8.000 m²

Leistungen: Tragwerksplanung LP5 – Bewehrungsdokumentation

Bauherr: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Serviceeinheit Facility Management

Architekt: thoma architekten

Tragwerksplaner: wh-p ingenieure

Ausführung: AUGUST REINERS Bauunternehmung GmbH

Im Rahmen eines Sanierungs- und Erweiterungsprogramms wurde ein Berliner Schulgebäude erweitert und tragwerkseitig ertüchtigt. Das im Bestand befindliche Gebäude umfasst Keller und vier Obergeschosse in massiver Stahlbetonbauweise. An den nördlichen und südlichen Gebäudeenden wurden Erweiterungsbauten angesetzt — neue massive Stahlbetonkonstruktionen, die in den Bestand eingespannt werden, mit jeweils unterschiedlichen Gründungsbedingungen: Die Nordanbindung ist tiefgegründet, die Südanbindung flachgegründet.

Die Sanierung adressierte zudem strukturelle Mängel im Bestandsgebäude. Neue Stahlbeton-Aussteifungsscheiben wurden in die bestehende Konstruktion eingebaut, um den Horizontallastwiderstand zu verbessern. Der Keller wurde in WU-Bauweise erweitert — Weißer Wanne — mit präziser Dokumentation des Anschlusses zwischen Neu- und Bestandstragwerk am Kellerumfang.

CN Europlan erstellte die LP5-Bewehrungsdokumentation für dieses Projekt und umfasste dabei die Erweiterungsbauten, die neuen Aussteifungsscheiben im Bestand sowie die WU-Kellererweiterung. Dies ist anspruchsvolle LP5-Arbeit: Das Bestandsgebäude schränkt die Bewehrungsführung, Schalungsfolgen und Anschlussdetailplanung auf eine Weise ein, die bei einem Neubau nicht existiert.

Kernaussagen

  • Tragwerksertüchtigung im Bestandsgebäude: Das Einbringen von Stahlbeton-Scheiben in ein genutztes Gebäude erfordert Ausführungsunterlagen, die Anschlüsse an die Bestandskonstruktion — geschossweise, wandweise — nicht auf allgemeiner Ebene, sondern in ausführungsreifer Detailtiefe lösen.
  • Gemischte Gründungsbedingungen in einem Projekt: Tief- und Flachgründung der beiden Erweiterungsbauten wurden in einem einzigen koordinierten Planungssatz dokumentiert — das Setzungsrisiko, das bei unabhängig geplanten Erweiterungsgründungen entsteht, wurde so vermieden.
  • WU-Kelleranschluss an Bestandskonstruktion: Wasserdichte Betondetailplanung am Übergang zwischen neuen und bestehenden Kellerwänden ist eine anspruchsvolle LP5-Aufgabe: Leckagepfade entstehen genau an diesen Schnittstellen, wenn sie in der Planung nicht gelöst werden.
  • Öffentliche Bauherrenkonformität: Öffentliche Bauherren benötigen vollständige, prüffähige LP5-Unterlagen. Bewehrungspläne, die direkt vom Prüfer des öffentlichen Auftraggebers geprüft werden können, sind Voraussetzung für die Termineinhaltung.