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Erweiterung und Ersatzneubau der Grundschule Bekassinenau — Hamburg

Projekt: 21-67 GBH

Standort: Hamburg

BGF: 4.000 m²

Leistungen: Tragwerksplanung LP5 (Ausführungsplanung)

Architekt: wacker zeiger architekten gmbh / Architekturbüro Herzer

Tragwerksplaner: CP Statik

Ausführung: Rolfes Bau GmbH + Co. KG

Eine Hamburger Grundschule wurde durch einen Neubau in Mischbauweise erweitert und teilweise ersetzt — mit einer Kombination aus Stahlbeton-, Stahl- und Holztragwerkelementen. Das Gebäude umfasst mehrere Umlenkungsebenen und offene Voideräume, die dem Schulgebäude seinen räumlichen Charakter verleihen, aber erhebliche Tragwerksanforderungen stellen: Lasten aus oberen Geschossen müssen um die Voids herum durch Umlenkungskonstruktionen umgeleitet werden, und die Voids selbst müssen durch eigens bemessene Elemente überspannt werden.

Vorgespannte Spannbettbinder überspannen die offenen Voideräume — eine Lösung, die große Spannweiten ohne tiefe Trägerhöhen erreicht und freie Raumhöhen für die Schulnutzung bewahrt. Die Stahlelemente adressieren Verbindungen zwischen den verschiedenen Tragwerksystemen und die spezifischen Detailanforderungen einer Mischbaukonstruktion in LP5.

CN Europlan erstellte die LP5-Ausführungsplanung — Bewehrungspläne, Schalungspläne und Anschlussdetails über alle drei Tragwerksysteme. Mischbaukonstruktionen erfordern in LP5 eine intern konsistente Dokumentation über alle Materialgrenzen hinweg: Der Anschluss von Stahlbetondecke an Stahlrandträger, von Stahlträger an Holzstütze, von Spannbetonträger an Stahlbetonwand muss in den Plänen vollständig gelöst sein, bevor der Auftragnehmer mobilisiert.

Kernaussagen

  • Umlenkungskonstruktionen über offenen Voids: Die tragwerksplanerische Konsequenz architektonischer Voideräume ist ein System von Umlenkungsträgern und -decken, die Schwerkraftlasten um die Öffnung herum umleiten. Die LP5-Dokumentation für Umlenkungskonstruktionen muss die Bewehrungsanordnung in beanspruchten Hochmomentzonen lösen — hier entstehen Bewehrungskollisionen und unzureichende Betondeckungen, wenn LP5 nicht sorgfältig bearbeitet wird.
  • Vorgespannte Fertigteile für große Spannweiten: Spannbettbinder erreichen Spannweiten-Höhen-Verhältnisse, die Ortbeton nicht erreichen kann. Ihre Integration in die umgebende Stahlbetonkonstruktion — Auflagerkonstruktion, Endeinspannung, Anschlussbewehrung — muss in LP5 mit gleicher Sorgfalt dokumentiert werden wie die Ortbetonelemente.
  • Drei-Material-LP5-Koordination: Stahlbeton, Stahl und Holz in einem Gebäude erzeugen eine große Anzahl an Materialschnittstellendetails. Die LP5-Dokumentation von CN Europlan löste alle Schnittstellen — der Auftragnehmer erhielt einen kohärenten Planungssatz statt drei separat dokumentierter Tragwerksysteme, die sich an ungelösten Grenzen treffen.
  • Öffentliche Bauqualität: Schulgebäude für die Hamburger öffentliche Baubehörde erfordern vollständige LP5-Unterlagen auf einem für die öffentliche Bauvertragsverwaltung geeigneten Standard.