Zwei Neubauwohnhäuser — Hamburg Osterfeldstrasse






Projekt: 20-22 OFS
Standort: Hamburg
BGF: 2.500 m²
Leistungen: Tragwerksplanung LP5 (Ausführungsplanung)
Tragwerksplaner: Qintus Ingenieurhausroject:
Zwei neue Wohngebäude in Hamburg wurden als Stahlbetonrahmenbau konzipiert. Beide Gebäude folgen demselben Tragwerkskonzept: Stahlbetonskelettbau mit wasserdichtem Keller (Weiße Wanne) und Rampensystem für die Zufahrt zur Tiefgarage.
CN Europlan übernahm die LP5-Ausführungsplanung — die Bewehrungs- und Schalungspläne, die das Tragwerk in baubare Anweisungen übersetzen. In dieser Leistungsphase wird jede tragwerksplanerische Unklarheit aus früheren Phasen zu einem Problem auf der Baustelle. Die Weiße Wanne erfordert besonders präzise LP5-Unterlagen: Abdichtungsfugen, Betoniertakte, Durchdringungsdetails und Rissbreitenbeschränkungen müssen auf Planungsebene geklärt sein — nicht erst beim Betonieren.
Das Rampensystem, das den Keller mit dem Geländeniveau verbindet, erzeugt geometrische Komplexität, die dreidimensional über mehrere Gewerke hinweg koordiniert werden muss. Der LP5-Leistungsumfang von CN Europlan umfasste diese Koordination und lieferte Unterlagen, die unmittelbar durch den Auftragnehmer verwendbar sind.
Kernaussagen:
- LP5 als Risikosteuerung: Die Qualität der Ausführungsplanung entscheidet, ob die Tragwerksabsicht auf der Baustelle erhalten bleibt oder verloren geht. Präzise Bewehrungspläne reduzieren Rückfragen, Substitutionsanträge und kostspielige Baustellenentscheidungen.
- Weiße-Wanne-Detailplanung: Wasserdichter Beton funktioniert nur, wenn LP5 stimmt — Fugenlagen, Ankerdrahtanordnungen und Durchdringungsabdichtungen lassen sich auf der Baustelle nicht improvisieren.
- Stahlbetonrahmen und Rampenkoordination: Die Rampengeometrie erzeugt nicht-standardisierte Decken- und Wandgeometrien, die vor der Ausschreibung vollständig in der Planung gelöst sein müssen. Unzureichend geplante Rampen sind eine verlässliche Quelle für Nachträge.
- Zweigebäudekoordination: Eine kohärente LP5-Dokumentation für zwei Gebäude mit gemeinsamer Tragwerkssprache — statt zwei separat dokumentierter Bauvorhaben — reduziert Ausführungsfehler an den Schnittstellen.