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Sportzentrum Nord — Buxtehude

Projekt: 22-72 SZN

Standort: Konrad-Adenauer-Allee, 21614 Buxtehude

BGF: 6.200 m²

Leistungen: Tragwerksplanung LP5, Bewehrungspläne

Bauherr: Hansestadt Buxtehude

Architekt: MRO Architekten & Ingenieure

Tragwerksplaner: KFP Ingenieure GmbH

Bauunternehmen: Helmut Kallage Bauunternehmen GmbH

Das Sportzentrum Nord in Buxtehude ist eine neue Sporthalle mit Grundrissabmessungen von rund 70 x 80 m, errichtet in gemischter Bauweise mit Flachgründung. Die Halle wird von Fachwerkbindern mit Spannweiten von ca. 25 m überspannt — eine Weitspannkonstruktion, bei der die Bewehrung und Anschlussdetaillierung der Binder Auswirkungen auf das gesamte Dach haben, nicht nur auf ein einzelnes Feld. Das Projekt nutzt zudem Fertigteile, wodurch die Bautoleranzen an jedem Anschluss bereits in der Planung vor der Fertigung aufgelöst werden müssen, nicht erst auf der Baustelle.

CN Europlan erbrachte die LP5-Bewehrungsplanung für die Konstruktion. Eine öffentliche Sporteinrichtung im Auftrag eines kommunalen Bauherrn — hier der Hansestadt Buxtehude — unterliegt typischerweise einer öffentlichen Vergabe- und Budgetprüfung, bei der Nacharbeiten infolge unzureichend detaillierter Fertigteilanschlüsse oder Binderschnittstellen sowohl ein Kosten- als auch ein Terminrisiko darstellen, das auf den öffentlichen Bauherrn zurückfällt.

Kernaussagen

  • Fachwerkbinder mit 25 m Spannweite: Weitspannende Fachwerkträger konzentrieren Kräfte an den Knotenpunkten; die Bewehrungsdetaillierung an diesen Knoten entscheidet, ob die Konstruktion über die gesamte Spannweite wie geplant funktioniert.
  • Fertigteilbauweise mit festen Toleranzen: Fertigteile erfordern aufgelöste Anschlussdetails vor der Fertigung — eine Anpassung auf der Baustelle nach Anlieferung der Elemente ist nicht mehr möglich, wodurch die Genauigkeit der LP5 zur Anforderung der Fertigungsphase wird.
  • Mischbauweise im Maßstab einer kommunalen Einrichtung: Ein öffentliches Gebäude mit 6.200 m², das gemischte Tragwerkssysteme und Vorfertigung kombiniert, benötigt eine Planung, mit der ein Auftragnehmer im öffentlichen Bauwesen ohne Neuplanung auf der Baustelle arbeiten kann.